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Die Werkstätten Gottessegen sind eine Einrichtung des Vereins „Christopherus-Haus e.V. für Seelenpflege-bedürftige" in Dortmund, Bochum und Witten, der 1964 in Dortmund von Ärzten und Heilpädagogen gegründet wurde. Die vom Menschenbild der Anthroposophie Rudolf Steiners geprägte Pädagogik, Heilpädagogik und Sozialtherapie bilden die Grundlage vielseitiger Aktivitäten. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht wird der Mensch angesehen als ein Wesen, das aus Leib, Seele und Geist besteht. Sein Persönlichkeitskern ist geistiger Art und geht durch viele Inkarnationen, die Individualität war also schon vor seiner Geburt da und wird nach seinem Tod weiter leben. Dieses Geistwesen ist nach den Aussagen Rudolf Steiners immer gesund, es kann aber durch Vererbung, Umwelt und Milieuschäden und durch sein eigenes Karma auf Hindernisse stoßen, die ihm die Entfaltung seiner individuellen Möglichkeiten erschweren.

 

Die Werkstätten Gottessegen verstehen sich u.a. als ...

 

 

 

 

 

» ... eine Einrichtung, in der die Achtung vor der unvergänglichen Individualität eines jeden Menschen Grundlage allen
Handelns ist. Alle Mitarbeiter bemühen sich in gegenseitigem Vertrauen nach Formen der Zusammenarbeit zu
suchen, welche die persönliche Initiative und die Verantwortung jedes Einzelnen für die Gesamtwerkstatt fördern;

 

» ... eine Einrichtung der beruflichen Rehabilitation für Menschen die wegen der Art und Schwere ihrer Behinderung
nicht oder noch nicht auf dem freien Arbeitsmarkt tätig sein können. Dabei ist den altersbedingten
Veränderungen angemessen Rechnung zu tragen;

 

» ... eine Einrichtung, in der davon ausgegangen wird, dass sich sozialtherapeutisch orientierte Anliegen und betriebs-
wirtschaftliche Entwicklungsnotwendigkeiten nicht gegenseitig ausschließen und Arbeitsplätze zu schaffen sind,
die sich den ständig verändernden Rahmenbedingungen anpassen, ohne die Zielsetzung der Werkstätten zu
vernachlässigen;

 

» ... eine Einrichtung, die durch ihr vielfältiges Angebot an Hilfen versucht, Seelenpflegebedürftigen Menschen in ihrer
Persönlichkeits- und damit Fähigkeitsentwicklung zu fördern;

 

» ... eine Einrichtung, die nicht nur den Beschäftigten geschützte Arbeits- und Lebensbedingungen bietet, um ihre
individuellen Entwicklungsfähigkeiten in bestmöglicher Weise zu fördern, sondern in der auch die Betreuenden
die Begegnung mit dem einzelnen Beschäftigten als Herausforderung zu vertiefter Selbsterziehung, Menschen-
erkenntnis und Zuwendung erleben können;

 

» ... eine Einrichtung, die Arbeitsabläufe so zu gestalten versucht, dass sich geringeres und größeres Können in
jeder Gruppe ergänzen und dadurch Hilfestellung bei der Eingliederung von Menschen mit schwersten
Behinderungen in den Arbeitsprozess ermöglicht wird, sofern dies Art und Schwere der Behinderung zulassen;

 

» ... eine Einrichtung, die ergänzend zu den Arbeitsinhalten therapeutische, künstlerische und andere arbeits-
begleitende Maßnahmen bietet, an denen für jeden Beschäftigten grundsätzlich die Möglichkeit der Teilnahme
besteht. Außerdem wird der Pflege des kulturellen und religiösen Lebens u.a. durch den Morgenkreis, die
christlichen Jahresfeste und kulturellen Veranstaltungen ein großer Wert für die Entwicklung des Einzelnen und
der Gemeinschaft beigemessen;

 

» ... eine Einrichtung, in der sich persönliche Initiative und Mitverantwortung eines jeden Mitarbeiters wieder finden.
Damit bekennt sich die Einrichtung zu einem Mitarbeiter-orientierten Führungsstil, der die Selbstverwaltung und
Prozessverantwortung aller Mitarbeiter und persönliches Unternehmertum fördert und fordert;

 

» ... eine Einrichtung, in der die Einbeziehung von Eltern, Betreuern und weiteren Bezugspersonen im Lebensumfeld
des Seelenpflegebedürftigen ausdrücklich gewollt ist;

 

» ... eine Einrichtung, die sich zur gesetzlichen Verpflichtung bekennt, alle Menschen mit Behinderungen
aufzunehmen, die vom Fachausschuss für werkstattfähig befunden werden. Dabei werden alle Anstrengungen
unternommen, die sich aus der Aufnahme ergebenden notwendigen personellen und materiellen Rahmen-
bedingungen zu schaffen;

 

» ... eine Einrichtung, die sich nicht nur um bestmögliche Erfüllung der Ansprüche ihrer Kunden und Verbraucher auf
Zuverlässigkeit und Qualität bemüht, sondern ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Qualitätsverbesserung zu
steigern versucht;

 

» ... eine Einrichtung, die darum bemüht ist für jeden Beschäftigten die für ihn angemessene Arbeit bereitzustellen
und den Wert dieser Arbeit zu vermitteln, um damit zugleich seine Leistungsbereitschaft und sein Selbst-
bewusstsein zu unterstützen. Dieses Bemühen beinhaltet das Eintreten für eine Verbesserung des Entlohnungs-
systems zugunsten der Beschäftigten.

 

 

 

Auszug aus der Satzung des Vereins Christopherus-Haus e.V. für Seelenpflegebedürftige
in Dortmund, Bochum und Witten (i.d.F. vom 22.09.1995):

„Der Verein stellt sich die Aufgabe, Einrichtungen zu schaffen und zu unterhalten, die Seelenpflege-
bedürftigen vorschulische und schulische Erziehung sowie Bildungs-, Arbeits- und Wohnmöglichkeiten
einschließlich Förderung und Durchführung des Behinderten- und Rehabilitationssportes bieten. Ferner
gehört zum Vereinszweck die sozialpädagogische Betreuung von Kindern durch die Errichtung und den
Betrieb einer Tageseinrichtung für Kinder.

Grundlage der Arbeit ist die anthroposophische Menschenkunde Rudolf Steiners.“

Dortmund, im Dezember 2000